
Gelenke: Kalk in der Schulter
Einen Pulli anziehen, die Haare fönen oder Wäsche aufhängen – alltägliche Arbeiten werden plötzlich zur Qual. Eine Kalkschulter ist schmerzhaft, lässt sich aber zum Glück meist gut behandeln. Es beginnt ohne Vorwarnung: Plötzlich ist dieser stechende Schmerz in der Schulter...
Einen Pulli anziehen, die Haare fönen oder Wäsche aufhängen – alltägliche Arbeiten werden plötzlich zur Qual. Eine Kalkschulter ist schmerzhaft, lässt sich aber zum Glück meist gut behandeln.
Es beginnt ohne Vorwarnung: Plötzlich ist dieser stechende Schmerz in der Schulter da. Den Arm hochheben? Nicht dran zu denken. Betroffene vermuten dabei zunächst eine falsche Schlafposition oder einen Muskelkater. Doch da die Schmerzen nicht nachlassen, sondern rasend schnell zunehmen, führt der Weg meist zügig zum Orthopäden. Dort bringt eine Ultraschalluntersuchung Klarheit. Die Diagnose lautet: Kalkschulter.
Der Platz wird enger
Bei einer Kalkschulter ist nicht das Schultergelenk selbst betroffen, sondern Kalk hat sich in den umgebenden Schultersehnen eingelagert. Dies ist deshalb problematisch, weil zwischen dem Schulterdach und dem Oberarmkopf bereits von Natur aus nur wenig Spielraum bleibt. Wächst das Kalkdepot, verengt sich der Raum noch mehr. Durch den Druck wird das Sehnengewebe zunehmend in seinem Stoffwechsel gestört.
Hat das Kalkdepot eine kritische Größe erreicht und wiederholen sich die Belastungen auf die eingeengte Stelle, kommt es fast zwangsläufig zu einer Entzündung und zu heftigen Schmerzen. Da es sich um ein entzündliches Krankheitsbild handelt, fehlt in der Regel ein konkret auslösendes Ereignis, etwa ein Sturz.
Frauen sind häufiger betroffen
Insgesamt leiden in Deutschland schätzungsweise drei bis fünf Millionen Menschen an einer Kalkschulter, meist im Alter zwischen 30 und 50 Jahren. Die Ursachen für diese schmerzhafte Kalkeinlagerung sind noch nicht abschließend geklärt. Experten vermuten, dass eine schlechte Durchblutung und damit ein Sauerstoffmangel in den Schultersehnen zu einer Umwandlung von Zellen führen. Warum statistisch mehr Frauen als Männer betroffen sind, wird noch erforscht. Vermutlich spielen hormonelle Einflüsse eine Rolle und die Tatsache, dass Frauen stärker zu bindegewebsbedingten Sehnenproblemen neigen. Wer zudem viel mit erhobenen Armen arbeitet – etwa in Handwerk, Pflege oder Sport –, trägt ein erhöhtes Risiko.
Geduld zahlt sich aus
Die gute Nachricht: In vielen Fällen reichen einfache konservative Maßnahmen, um eine Kalkschulter zu behandeln. Ziel ist zunächst, die Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu erhalten. Zum Einsatz kommen entzündungshemmende Medikamente, Physiotherapie und gezielte Übungen. Auch Kühlung kann helfen, akute Beschwerden zu lindern. Wichtig ist, die Schulter trotz Schmerzen nicht vollständig ruhigzustellen, sondern sie vorsichtig weiter zu bewegen.
Stoßwellentherapie: Hilfe von außen
Wenn die Beschwerden anhalten, kann die sogenannte Stoßwellentherapie eine sinnvolle Ergänzung sein – und sie stellt die sanftere Methode gegenüber einer OP dar. Dabei werden gebündelte Schallwellen von außen auf die betroffene Stelle gerichtet. Die mechanische Energie zerbricht die Kalkablagerungen in kleinste Partikel, die der Körper anschließend selbst abbaut. Gleichzeitig regen die Stoßwellen die Durchblutung an und fördern die Selbstheilung des Gewebes. Die Behandlung erfolgt ambulant und dauert nur wenige Minuten. In der Regel sind mehrere Sitzungen notwendig.
Studien zeigen, dass die Stoßwellentherapie bei vielen Patienten die Beschwerden deutlich lindern kann. Ein vollständiger Rückgang der Kalkablagerungen ist möglich, aber nicht in jedem Fall garantiert.
Wer übernimmt die Kosten?
Hier lohnt das Nachfragen: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Stoßwellentherapie bei einer Kalkschulter in der Regel nicht. Einige Kassen erstatten jedoch auf Antrag einen Teil, besonders wenn andere Behandlungen erfolglos blieben.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

So schön ist der Herbst
Das goldene Licht, ein Feuerwerk der Farben, die klare Luft und selbst der Nieselregen. Gründe, den Herbst zu lieben, gibt’s viele. Genug jedenfalls, um Trübsinn und Tristesse zu vergessen. Leselust Regnerisch und windig? Perfektes Wetter, um es sich auf dem...
Das goldene Licht, ein Feuerwerk der Farben, die klare Luft und selbst der Nieselregen. Gründe, den Herbst zu lieben, gibt’s viele. Genug jedenfalls, um Trübsinn und Tristesse zu vergessen.
Leselust
Regnerisch und windig? Perfektes Wetter, um es sich auf dem Sofa mit Kuscheldecke und einem spannenden Buch gemütlich zu machen. Mit jeder Seite, die Sie umblättern, tauchen Sie tiefer ab in fantastische Welten und lassen eigene Bilder im Kopf entstehen. Und ganz nebenbei tun Sie dem Gehirn etwas Gutes. Denn Lesen stärkt das Gedächtnis, erweitert den Wortschatz und verbessert die Aufmerksamkeit. Fachleute meinen sogar: Leseratten leben länger!
Sinn auf Sauna?
Der aufsteigende Wasserdampf, versetzt mit intensiv duftenden ätherischen Ölen – was für eine Wohltat! In der Sauna weiten sich die Blutgefäße, das Herz-Kreislauf-System wird trainiert, die Muskeln entspannen sich und die Durchblutung kommt in Wallung. Einmal pro Woche sollten Sie sich einen solchen Wellnesstag gönnen. Ein schönes Ritual, das Sie optimal auf die kühlere Jahreszeit einstimmt.
Teatime
Wenn’s draußen stürmt, ist es drinnen mit einer heißen Tasse Tee doch am schönsten. Allein dieser Duft von Anis, Kardamom, Ingwer oder Zimt macht gute Laune. Und mit jedem Schluck breitet sich eine innere Wärme aus. Stammt der Tee aus Ihrer Vor-Ort-Apotheke, können Sie sicher sein, dass seine ätherischen Öle ihre Wirkung genau dort entfalten, wo sie gebraucht werden: im Hals, wenn er rau ist, oder im Bauch, falls Ihnen etwas auf den Magen geschlagen ist. Gerade Arzneitees haben eine hohe Konzentration an Pflanzenwirkstoffen – so sind sie die idealen Begleiter durch den Herbst.
Köstlich, dieser Kürbis
Wie kann ein solcher Koloss nur so fein sein? Unter seiner harten Schale verbirgt sich ein zart schmelzendes Fruchtfleisch – nussig und würzig im Geschmack und dazu ausgesprochen gesund. Viel Beta-Carotin steckt im Kürbis und gibt ihm seine kräftige Farbe. Das Saisongemüse bringt reichlich Vitamin C und Kalium auf den Teller – Nährstoffe, die gut für Herz, Blutdruck und Immunsystem sind. Dank seiner Ballaststoffe macht er angenehm satt und bringt dabei kaum Kalorien mit. Ob klassische Kürbissuppe, exotisches Kürbiscurry oder deftiges Kürbisrisotto – die leichte Herbstküche ist ein Traum in Orange.
Farbenfrohe Feste
Erst ganz romantisch mit leuchtend-gelben Sonnenblumen, purpurroten Eriken und kugelrunden Strohballen. Die vielen Erntedankfeste malen den Herbst noch bunter. Doch dann wird’s schaurig: Hexen, Geister und Vampire gehen um, klingeln an der Haustür und stellen uns mit kindlicher Stimme vor dieses Ultimatum: »Süßes oder Saures?« Halloween ist eine ebenso tolle Gelegenheit, um Fröhlichkeit in die dunkle Jahreszeit zu bringen. Und eins haben all diese Feierlichkeiten gemeinsam: Sie bringen Menschen zusammen, um Spaß zu haben. Tschüss, Herbstblues, hallo Happiness!
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Rauchfrei durch Hypnose?
Von der Zigarette wegzukommen, ist oft leichter gesagt als getan. Nikotinpflaster, Kaugummi – viele Raucher haben schon viele Methoden ausprobiert. Ist Hypnose vielleicht ein alternativer Weg, der zum rauchfreien Leben führt? Morgens zum Kaffee, beim Warten auf den Bus und...
Von der Zigarette wegzukommen, ist oft leichter gesagt als getan. Nikotinpflaster, Kaugummi – viele Raucher haben schon viele Methoden ausprobiert. Ist Hypnose vielleicht ein alternativer Weg, der zum rauchfreien Leben führt?
Morgens zum Kaffee, beim Warten auf den Bus und immer dann, wenn Stress, Ärger oder Langeweile aufkommen – für viele Raucher ist die Zigarette weit mehr als nur ein Nikotinlieferant. Sie ist ein Ritual, eine kleine Auszeit, ein vermeintlicher Trost.
Genau deshalb fällt das Aufhören oft so schwer. Der Kopf weiß längst: Rauchen schadet der Gesundheit, lässt die Haut schneller altern und kostet viel Geld. Doch die Hand greift trotzdem zur Schachtel – fast wie von selbst.
Leicht ist es nicht, diese alten Gewohnheiten zu durchbrechen. Die Hypnosetherapie will dabei helfen. Sie kann innere Verknüpfungen lösen und das Verlangen nach der Zigarette schwächen.
Eine Reise nach innen
Hypnose – das hat nichts mit Bühnenshows oder pendelnden Uhren zu tun. In einer Hypnosesitzung bleiben Sie wach und ansprechbar. Der Körper soll entspannen, der Geist sich nach innen richten – ein Zustand zwischen wacher Aufmerksamkeit und tiefer Ruhe.
Der Hypnosetherapeut begleitet diesen Zustand mit ruhiger Stimme. Oft wird mit inneren Bildern gearbeitet: Stellen Sie sich vor, Sie sitzen morgens mit einer Tasse Kaffee am Tisch – aber diesmal ohne Zigarette. Sie riechen den Kaffee, atmen frei und spüren den Stolz in Ihnen aufsteigen. Oder Sie erleben gedanklich einen Stressmoment und üben, anders zu reagieren: Atmen Sie tief durch, trinken Sie ein Glas Wasser, gehen Sie ein paar Schritte umher. So werden alte „Rauch-Situationen“ mit neuen Bildern verknüpft. Die Zigarette wird nicht verboten, sondern sie verliert langsam ihren festen Platz.
Ein sanfter Anschub
Hypnose ist jedoch kein Wundermittel. Vielmehr will sie eine innere Veränderung anstoßen. Bei starker Nikotinabhängigkeit reicht Hypnose allein oft nicht aus. Sie lässt sich aber gut mit anderen Maßnahmen kombinieren. Dazu gehören vor allem Nikotinersatzpräparate wie Pflaster, Kaugummi oder Lutschtabletten sowie ein Verhaltenstraining. Im Alltag können kleine Änderungen viel bewirken: Trinken Sie mehr Wasser, atmen Sie bewusster, gehen Sie öfter spazieren und versuchen Sie, Ihre Hände anders zu beschäftigen. Wie wäre es mit Malen, Handwerken oder Stricken?
Ein Termin – oder mehrere?
Manchmal wird eine intensive Einzelsitzung angeboten. Andere empfehlen drei bis fünf Termine. Das kann sinnvoll sein, weil sich Gewohnheiten meistens nicht auf Knopfdruck ändern lassen.
Wichtig ist ein seriöser Anbieter. Beachten Sie, dass eine klinische Hypnose nur von ausgebildeten ärztlichen oder psychologischen Hypnotherapeuten angeboten werden darf.
Was kostet Hypnose?
Die Kosten sind unterschiedlich. Eine psychotherapeutische Hypnosebehandlung kostet etwa 80 bis 120 Euro pro 50 Minuten. Meist müssen Raucher die Behandlung selbst bezahlen. Ob eine Zusatzversicherung etwas übernimmt, hängt vom jeweiligen Vertrag ab.
Nutzen nicht belegt
Wissenschaftlich lässt sich der Nutzen von Hypnose nicht eindeutig belegen. Einige Übersichtsarbeiten deuten auf eine positive Wirkung der Hypnose bei der Raucherentwöhnung hin – auch wenn die Aussagekraft teilweise durch subjektive Patientenangaben eingeschränkt wird.
Mehr als Rauchstopp
Hypnose wird nicht nur zur Raucherentwöhnung eingesetzt, sondern auch bei Schlafproblemen, Angststörungen, chronischen Schmerzen, dem Reizdarmsyndrom oder zur Vorbereitung auf medizinische Eingriffe. Auch in der Geburtshilfe – als Hypnobirthing – und in der onkologischen Schmerztherapie findet sie Anwendung. Einen Versuch ist sie sicherlich wert …
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Wenn eine Stelle im Mund einfach nicht abheilt
Einmal auf die Wange gebissen, zu heißen Kaffee getrunken oder an einer scharfen Zahnkante gerieben: Kleine wunde Stellen im Mund sind schnell passiert. Meist verschwinden sie von selbst wieder. Bleibt eine Veränderung jedoch bestehen, sollte man genauer hinschauen. Denn auch...
Einmal auf die Wange gebissen, zu heißen Kaffee getrunken oder an einer scharfen Zahnkante gerieben: Kleine wunde Stellen im Mund sind schnell passiert. Meist verschwinden sie von selbst wieder. Bleibt eine Veränderung jedoch bestehen, sollte man genauer hinschauen.
Denn auch die Mundschleimhaut kann Veränderungen zeigen, die zahnärztlich abgeklärt werden sollten. Das bedeutet nicht gleich etwas Ernstes. Entscheidend ist vor allem, wie lange eine Stelle besteht, auch dann, wenn sie gar nicht schmerzt.
Rot, weiß oder einfach wund?
Veränderungen der Mundschleimhaut können ganz unterschiedlich aussehen. Manche Stellen sind gerötet oder weißlich, andere fühlen sich rau an, brennen oder schmerzen. Auch kleine Geschwüre und Schwellungen kommen vor.
Häufig stecken harmlose Ursachen dahinter: eine Bissverletzung, eine schlecht sitzende Prothese, eine scharfe Zahnkante oder eine Aphte. Ist der Auslöser beseitigt, heilt die Schleimhaut normalerweise wieder ab.
Zwei Wochen sind eine gute Grenze
Bleibt eine auffällige Stelle länger als zwei Wochen bestehen, sollte sie zahnärztlich oder ärztlich abgeklärt werden. Das gilt auch für weiße oder rote Flecken, die sich nicht abwischen lassen, sowie für Wunden, die immer wieder bluten oder nicht verheilen.
In seltenen Fällen können länger bestehende Veränderungen Vorstufen oder Anzeichen von Mundhöhlenkrebs sein. Je früher eine ernsthafte Veränderung erkannt wird, desto besser sind in der Regel die Behandlungsmöglichkeiten.
Hinschauen gehört zur Vorsorge
Bei der zahnärztlichen Kontrolluntersuchung geht es deshalb nicht nur um Zähne und Zahnfleisch. Auch Zunge, Mundboden, Wangen und andere Bereiche der Mundschleimhaut werden betrachtet.
Sie selbst können ebenfalls aufmerksam bleiben. Wer beim Zähneputzen oder vor dem Spiegel eine ungewöhnliche Veränderung entdeckt, sollte beobachten, ob sie wieder verschwindet.
Warnzeichen ernst nehmen
• Eine wunde Stelle heilt länger als zwei Wochen nicht ab.
• Weiße oder rote Flecken bleiben bestehen.
• Eine Stelle blutet wiederholt ohne erkennbaren Grund.
• Eine Schwellung oder Verhärtung bleibt bestehen.
• Kauen, Schlucken oder Sprechen bereiten zunehmend Probleme.
• Taubheitsgefühle an Zunge, Lippe oder im Mund treten neu auf.
Auch schmerzlose Veränderungen sollten kontrolliert werden, wenn sie länger bestehen bleiben. Solche Auffälligkeiten bedeuten nicht automatisch etwas Ernstes. Im Zweifel gilt aber: lieber einmal mehr zeigen als über Wochen ignorieren.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

Nächtlicher Harndrang: Nachts ständig zur Toilette
Gerade eingeschlafen und schon meldet sich die Blase. Wer nachts regelmäßig zur Toilette muss, kennt nicht nur den Weg ins Bad im Dunkeln, sondern oft auch die Müdigkeit am nächsten Morgen. Nächtlicher Harndrang, medizinisch Nykturie genannt, kann viele Ursachen haben...
Gerade eingeschlafen und schon meldet sich die Blase. Wer nachts regelmäßig zur Toilette muss, kennt nicht nur den Weg ins Bad im Dunkeln, sondern oft auch die Müdigkeit am nächsten Morgen. Nächtlicher Harndrang, medizinisch Nykturie genannt, kann viele Ursachen haben und betrifft Frauen wie Männer.
Nur zu viel getrunken?
Nicht jeder nächtliche Toilettengang ist gleich ein Grund zur Sorge. Wer abends viel trinkt, muss möglicherweise auch nachts häufiger raus. Auch Alkohol und koffeinhaltige Getränke am Abend können nächtlichen Harndrang begünstigen.
Müssen Sie jedoch regelmäßig mehrmals pro Nacht zur Toilette, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Denn nicht immer liegt es allein an den Trinkgewohnheiten.
Wenn die Blase keine Ruhe gibt
Eine überaktive Blase kann dafür sorgen, dass sich schon bei geringer Füllung starker Harndrang bemerkbar macht. Auch Harnwegsinfektionen können häufiges Wasserlassen verursachen – meist kommen dann Beschwerden wie Brennen oder Schmerzen hinzu.
Bei Frauen können hormonelle Veränderungen nach den Wechseljahren eine Rolle spielen. Bei Männern kann eine gutartige Vergrößerung der Prostata mit nächtlichem Harndrang einhergehen. Ein schwächerer Harnstrahl oder das Gefühl, die Blase nicht vollständig entleeren zu können, können zusätzliche Hinweise sein.
Nicht immer ist die Blase schuld
Manchmal produziert der Körper nachts einfach mehr Urin. Dahinter können zum Beispiel Diabetes, Schlafstörungen oder Schlafapnoe, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Wassereinlagerungen in den Beinen stecken. Auch bestimmte Medikamente können eine Rolle spielen.
Deshalb ist nächtlicher Harndrang nicht automatisch ein reines Blasen- oder Prostataproblem.
Ein kleines Tagebuch kann helfen
Für die ärztliche Abklärung kann es hilfreich sein, etwa drei Tage lang ein Trink- und Toilettenprotokoll zu führen. Notieren Sie, wann und wie viel Sie trinken, wann Sie zur Toilette gehen und möglichst auch die Urinmenge.
So lässt sich oft besser erkennen, ob nachts besonders viel Urin gebildet wird oder andere Ursachen wahrscheinlicher sind.
Wann zum Arzt?
Wenn Sie regelmäßig mehrmals nachts aufstehen müssen, der Harndrang neu auftritt oder Ihren Schlaf deutlich beeinträchtigt, sollten Sie die Ursache ärztlich abklären lassen.
Warnzeichen ernst nehmen
• Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen,
• Blut im Urin,
• Fieber oder starkes Krankheitsgefühl,
• Schmerzen im Unterbauch, Rücken oder in der Seite,
• Probleme, die Blase vollständig zu entleeren.
Nächtlicher Harndrang ist häufig, aber nicht etwas, das Sie einfach hinnehmen müssen. Ist die Ursache bekannt, lässt sich oft gezielt etwas gegen die nächtlichen Störungen unternehmen.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

Grauer Star: Wann wird eine Operation sinnvoll?
Die Zeitung braucht plötzlich mehr Licht, entgegenkommende Autos blenden stärker und alles wirkt ein wenig wie durch einen Schleier? Dahinter kann ein Grauer Star stecken. Wann eine Operation sinnvoll ist, hängt dabei vor allem davon ab, wie sehr das schlechtere...
Die Zeitung braucht plötzlich mehr Licht, entgegenkommende Autos blenden stärker und alles wirkt ein wenig wie durch einen Schleier? Dahinter kann ein Grauer Star stecken. Wann eine Operation sinnvoll ist, hängt dabei vor allem davon ab, wie sehr das schlechtere Sehen Ihren Alltag beeinträchtigt.
Der Graue Star, medizinisch Katarakt genannt, entwickelt sich meist langsam. Dabei trübt sich die natürliche Augenlinse zunehmend ein.
Wenn die Welt an Kontrast verliert
Konturen werden unschärfer, Farben wirken blasser und helles Licht blendet stärker. Besonders beim Autofahren in der Dämmerung oder Dunkelheit können Scheinwerfer zunehmend stören.
Auch die Brillenstärke kann sich verändern. Eine neue Brille hilft anfangs manchmal noch. Die Linsentrübung selbst lässt sich damit jedoch nicht aufhalten.
Abwarten oder operieren?
Ein Grauer Star muss nicht sofort operiert werden. Solange Sie im Alltag gut zurechtkommen und sich kaum eingeschränkt fühlen, kann häufig zunächst abgewartet werden.
Die einzige wirksame Behandlung des Grauen Stars ist allerdings eine Operation. Einen festen Zeitpunkt dafür gibt es nicht.
Fällt Ihnen das Lesen zunehmend schwer? Erkennen Sie Straßenschilder schlechter? Werden Sie beim Autofahren stark geblendet oder fühlen Sie sich beim Treppensteigen unsicher? Dann sollten Sie mit Ihrer Augenärztin oder Ihrem Augenarzt über eine Operation sprechen.
Erst genau hinschauen
Nicht jede Sehverschlechterung wird durch einen Grauen Star verursacht. Deshalb gehört vor einer Operation eine gründliche augenärztliche Untersuchung dazu.
Dabei wird auch geprüft, ob andere Veränderungen am Auge das Sehvermögen beeinträchtigen. Vor dem Eingriff wird das Auge außerdem genau vermessen, damit die passende Stärke der künstlichen Linse bestimmt werden kann.
Was passiert bei der Operation?
Bei der Kataraktoperation wird die eingetrübte natürliche Augenlinse entfernt und durch eine klare Kunstlinse ersetzt. Der Eingriff wird meist ambulant durchgeführt.
Welche Kunstlinse geeignet ist und ob Sie anschließend noch eine Brille benötigen, hängt von Ihren Augen und Ihren persönlichen Sehgewohnheiten ab.
Warnzeichen ernst nehmen
Nach der Operation sind Kontrolltermine wichtig. Bei starken Schmerzen, deutlicher Rötung oder einer plötzlichen Verschlechterung des Sehens sollten Sie umgehend augenärztliche Hilfe suchen.
Wann über eine Operation sprechen?
• Sie sehen trotz passender Brille zunehmend unscharf.
• Licht und Scheinwerfer blenden deutlich stärker.
• Lesen, Fernsehen oder Autofahren werden schwieriger.
• Sie fühlen sich im Alltag zunehmend unsicher.
• Das schlechtere Sehen schränkt Ihre Lebensqualität ein.
Der richtige Zeitpunkt ist individuell. Entscheidend ist nicht allein ein Messwert, sondern vor allem, wie gut Sie mit Ihrem Sehvermögen im Alltag zurechtkommen.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

Bewegung: Muskeln halten jung
Kraft im Alltag ist keine Frage des Alters allein. Schon wenige gezielte Übungen helfen, Muskeln zu erhalten und wieder aufzubauen. Wer langsam startet, regelmäßig übt und auf Warnzeichen achtet, gewinnt mehr Sicherheit beim Aufstehen, Tragen und Treppensteigen. Das Aufstehen aus...
Kraft im Alltag ist keine Frage des Alters allein. Schon wenige gezielte Übungen helfen, Muskeln zu erhalten und wieder aufzubauen. Wer langsam startet, regelmäßig übt und auf Warnzeichen achtet, gewinnt mehr Sicherheit beim Aufstehen, Tragen und Treppensteigen.
Das Aufstehen aus dem Sessel war früher einfacher und die Einkaufstasche leichter? Wenn alltägliche Bewegungen mühsamer werden, steckt nicht immer nur »das Alter« dahinter. Oft fehlt den Muskeln nur der regelmäßige Anreiz. Das lässt sich ändern, auch ohne Fitnessstudio.
Etwa ab der Lebensmitte schwinden ohne Training Muskelmasse und Kraft. In der Medizin heißt dieser Rückgang Sarkopenie. Treppen verlangen mehr Anstrengung, längeres Stehen fällt schwerer, beim Stolpern fühlen wir uns unsicher. Wer Kraftreserven hat, kommt besser durch den Alltag.
Mehr Kraft, mehr Alltag
Muskeln halten uns aufrecht, stabilisieren Gelenke, helfen beim Gleichgewicht und setzen kleinen Stolperern etwas entgegen. Auch im Alter reagieren sie auf regelmäßige Reize. Es braucht keine Höchstleistungen, sondern Bewegungen, die fordern, ohne zu überfordern.
Trainingsgerät Stuhl
Ein stabiler Stuhl reicht für den Anfang. Setzen Sie die Füße hüftbreit auf den Boden, stehen Sie langsam auf und setzen Sie sich kontrolliert wieder hin. Wer unsicher ist, nutzt die Armlehnen oder stellt den Stuhl nahe an eine Wand. Fünf Wiederholungen sind ein guter Start. Die Übung trainiert, was im Alltag zählt: sicher aufstehen und sich wieder hinsetzen.
Wand statt Boden
Auch Arme, Schultern und Brust profitieren von Kräftigung. Stellen Sie sich eine Armlänge vor eine Wand, legen Sie beide Hände auf Schulterhöhe auf und beugen Sie langsam die Ellenbogen. Danach drücken Sie sich kontrolliert wieder weg. Acht bis zehn Wiederholungen genügen.
Kleines Band, großer Nutzen
Ein Theraband braucht wenig Platz und kann viele Übungen unterstützen. Für den Rücken setzen Sie sich aufrecht hin, halten das Band mit beiden Händen straff und ziehen die Ellenbogen langsam nach hinten. Dann lösen Sie die Spannung kontrolliert wieder. Wer unsicher ist, lässt sich die Bewegung in der Physiotherapie, im Sportverein oder in einem Einsteigerkurs zeigen. Krankenkassen und Seniorensportgruppen sind gute Anlaufstellen.
Zweimal pro Woche reicht
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Erwachsenen muskelkräftigende Übungen an mindestens zwei Tagen pro Woche. Zwei bis drei Einheiten von 15 bis 20 Minuten sind ein gutes Ziel. Dazwischen darf ein Pausentag liegen. Starten Sie so leicht, dass Sie sich am nächsten Tag gut fühlen. Stechende Schmerzen sind kein Trainingsziel. Wird eine Übung leichter, steigern Sie langsam: eine Wiederholung mehr, eine zweite Runde oder etwas mehr Bandspannung.
Eiweiß: Baustoff auf dem Teller
Damit Muskeln stärker werden können, brauchen sie neben Training ausreichend Eiweiß. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nennt ab 65 Jahren einen Schätzwert von 1,0 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Gute Quellen sind Quark, Eier, Fisch, Hülsenfrüchte, Nüsse, Tofu oder mageres Fleisch.
Wer wenig Appetit hat, stark abnimmt, vegan lebt, eine Nierenerkrankung hat oder viele Medikamente nimmt, sollte sich beraten lassen. Ihre Apotheke kann bei Trinknahrung, Nahrungsergänzung und Wechselwirkungen helfen.
Tipp
Sprechen Sie vor Trainingsstart mit Ihrem Arzt, wenn Sie Herzbeschwerden, starke Atemnot, Schwindel, schwere Osteoporose oder ein erhöhtes Sturzrisiko haben. Ansonsten gilt: klein anfangen, regelmäßig wiederholen und lieber heute fünf saubere Bewegungen schaffen, als morgen das perfekte Programm planen.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Demenz – neues aus der Prävention
Weltweit leiden rund 50 Millionen Menschen an Demenz, bis 2050 wahrscheinlich doppelt so viele. Forscher arbeiten daher fieberhaft an Früherkennung und Prävention. Über neue Hoffnungen und medizinische Grenzen. Schlüssel verlegt, PIN schon wieder vergessen? So manch einer fragt sich dann...
Weltweit leiden rund 50 Millionen Menschen an Demenz, bis 2050 wahrscheinlich doppelt so viele. Forscher arbeiten daher fieberhaft an Früherkennung und Prävention. Über neue Hoffnungen und medizinische Grenzen.
Schlüssel verlegt, PIN schon wieder vergessen? So manch einer fragt sich dann besorgt, ob dies schon ein Zeichen von Demenz ist. Tatsächlich steigt mit 65-plus das Risiko. Gewissheit kann ein Check in einer Gedächtnisambulanz bringen. Rund 200 dieser Institute gibt es in Deutschland und der Hausarzt kann Patienten dorthin überweisen. Hier werden persönliche Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Schlaganfall und Diabetes geklärt, eine körperliche Untersuchung und ein Test, etwa der Mini-Mental-Status-Test (MMST), gemacht. Er dauert zehn bis 15 Minuten und prüft anhand von Fragen die Orientierung, Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit und Sprache. Je nach Resultat gibt es Entwarnung oder es muss weiter geforscht werden.
Neue Bluttests erkennen Alzheimer
Sind weitere Maßnahmen erforderlich, mussten Patienten bisher für aufwendige (und teure!) Hirn-Scans in die »Röhre« oder unangenehme Untersuchungen des Nervenwassers in der Wirbelsäule über sich ergehen lassen. Nun können zwei einfache Bluttests zumindest die für Alzheimer verantwortlichen Protein-Ablagerungen (Plaques) im Gehirn und Schäden in den Nervenzellen erkennen. Sie weisen Biomarker wie Beta-Amyloide und Tau-Proteine nach – lange bevor Veränderungen im Gehirn in bildgebenden Verfahren sichtbar werden.
Frühe Diagnose
Die Alzheimer-Bluttests sind für Europa zugelassen, werden in Deutschland bislang aber nur von Fachärzten und in Spezialkliniken durchgeführt. Ob sie künftig zu den allgemeinen Standard-Untersuchungen gehören werden, ist fraglich. Denn so wichtig eine frühe Diagnose ist, so belastend kann sie auch sein – schließlich handelt es sich bei Demenz um eine unheilbare Erkrankung. Daher ist und bleibt wichtig, dass Patienten mit positivem Ergebnis gleich kompetente Beratung erhalten und erste Behandlungsschritte erfolgen können.
Medikamente mit Grenzen
Auch wenn kürzlich neue Medikamente gegen Alzheimer zugelassen wurden, so wirken sie nur im Frühstadium und können den Verlauf der Erkrankung lediglich verzögern. Dabei handelt es sich um Antikörper, die als Infusion verabreicht werden. Sie bauen die schädlichen Proteinablagerungen im Gehirn ab. Zusätzlich gibt es sogenannte Memantine, die den Zerfall der Nervenzellen bremsen können. Da bislang kein Medikament zur Heilung führt, kommt es nicht nur auf die medizinische, sondern auch auf eine psychosoziale Betreuung der Patienten an.
Gesunder Lebensstil beugt vor
Angesichts der hoffnungsvollen, aber noch nicht optimalen, medizinischen Fortschritte sollte jeder versuchen, seine Risikofaktoren zu reduzieren. Dabei spielt ein gesunder Lebensstil eine entscheidende Rolle. Er kann – so lassen Studien es vermuten – das Demenzrisiko um bis zu 45 Prozent senken!
Auch das Hörvermögen spielt bei der Demenzprävention eine wichtige Rolle. Eine unbehandelte Schwerhörigkeit kann soziale Isolation fördern und die geistige Leistungsfähigkeit zusätzlich belasten. Regelmäßige Hörtests beim HNO-Arzt und eine frühzeitige Versorgung bei Hörverlust können deshalb ein wichtiger Baustein sein, um beeinflussbare Risikofaktoren zu reduzieren.
Risikofaktoren für Demenz
- Bluthochdruck
- erhöhte Cholesterinwerte
- Diabetes Typ 2
- Bewegungsmangel
- Übergewicht
- Depressionen
- soziale Isolation
- Rauchen
- hoher Alkoholkonsum
- unbehandelte Schwerhörigkeit
- unbehandelte Sehverluste
- Luftverschmutzung
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Licht aus, Tablet an?
Blaues Licht gilt als Schlaf-Killer. Eine Bochumer Studie mit Kleinkindern zeigt nun: Bei einer kurzen, ruhigen Tablet-Geschichte ist der Effekt auf das Schlafhormon nicht so eindeutig wie erwartet. Entscheidend bleibt, was läuft, wie lange es läuft und ob daraus ein...
Blaues Licht gilt als Schlaf-Killer. Eine Bochumer Studie mit Kleinkindern zeigt nun: Bei einer kurzen, ruhigen Tablet-Geschichte ist der Effekt auf das Schlafhormon nicht so eindeutig wie erwartet. Entscheidend bleibt, was läuft, wie lange es läuft und ob daraus ein Ritual wird.
Abends leuchtet noch das Tablet, das Kind kuschelt sich ein, eine Geschichte läuft. Viele Eltern denken sofort: lieber nicht. Blaues Licht, Melatonin, schlechter Schlaf – da war doch was. Eine Studie der Ruhr-Universität Bochum bringt jetzt Bewegung in diese Gewissheit. Bei Kleinkindern bestätigte sich die Erwartung nicht, dass eine kurze Tablet-Geschichte die Melatoninausschüttung stärker bremst als ein Bilderbuch. Das heißt nicht: Bildschirm an bis Mitternacht. Es heißt nur: Ganz so einfach ist die Sache nicht.
Was wurde gemessen?
Die Entwicklungspsychologinnen Sabine Seehagen, Neele Hermesch und Carolin Konrad wollten wissen, was abends mit und ohne Tablet wirklich passiert. Denn viele Studien zeigen zwar: Kinder mit viel Medienzeit schlafen oft schlechter. Sie sagen aber nicht sicher, was Ursache und was Folge ist. Stört der Bildschirm den Schlaf – oder kommt er gerade deshalb zum Einsatz, weil ein Kind schwer zur Ruhe kommt?
Darum wurden 32 Familien mit Kindern von 15 bis 24 Monaten begleitet: einmal mit Tablet-Geschichte, einmal mit Bilderbuch. Speichelproben zeigten, wie das Schlafhormon Melatonin anstieg. Eine Schlafuhr am Fußgelenk zeichnete Bewegungen in der Nacht auf. Erwartet wurde: Das Tablet bremst den Melatoninanstieg. Doch die Daten bestätigten diese Annahme nicht.
Warum das überrascht
Unser Körper nutzt Licht als Taktgeber; leuchtende Displays können den Schlafrhythmus verschieben. Deshalb klingt die Warnung vor Blaulicht logisch. Auch bei Kindern und Jugendlichen sieht die Gesamtforschung eher kritisch aus. Bildschirmmedien am Abend hängen oft mit späteren Bettzeiten und kürzerem Schlaf zusammen. Nur liegt das nicht immer allein am Licht. Oft geht es auch um Zeit, Spannung und Gewohnheit.
Eine ruhige Gute-Nacht-Geschichte ist eben nicht dasselbe wie ein wildes Video, ein Spiel mit Belohnungsreiz oder Nachrichten, die im Kopf weiterarbeiten. Je älter Kinder werden, desto stärker zählt genau dieser Sog: noch eine Folge, noch eine Runde, noch eine Antwort.
Der Inhalt schläft mit
Die Bochumer Ergebnisse sind spannend, wenn auch begrenzt. Untersucht wurde eine kleine Gruppe von Kleinkindern in einer bestimmten Situation: kurz, ruhig, begleitet und zu Hause. Daraus kann man nicht ableiten, dass jedes Kind mit jedem Bildschirm gut einschläft. Man kann aber sagen: Nicht jeder Bildschirmmoment ist automatisch ein Schlafräuber.
Was heißt das für Familien?
Für Kleinkinder bleibt Bildschirmzeit etwas, das Eltern bewusst dosieren sollten. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt für Kinder unter zwei Jahren möglichst keine Bildschirmzeit; für Kinder von zwei bis vier Jahren höchstens eine Stunde am Tag.
Wenn abends trotzdem mal ein Tablet im Einsatz ist, zählt der Rahmen: ruhig statt grell, gemeinsam statt allein, kurz statt endlos. Helligkeit runter, Autoplay aus, keine schnellen Clips, keine Spiele, kein »noch ein Video«. Das Gerät sollte nicht zur Einschlafhilfe werden, ohne die es abends nicht mehr geht.
Bilderbuch bleibt stark
Das gute alte Bilderbuch nimmt Tempo raus. Seiten blättern nicht von allein weiter, gezeichnete Figuren schicken keine Push-Nachrichten und Schluss ist leichter Schluss. Die Studie nimmt also nicht dem Bilderbuch den Glanz, sondern dem Tablet etwas von seinem Schrecken. Schwierig wird es, wie so oft, wenn aus der Ausnahme eine Gewohnheit wird.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Warum haben kleine Zahnprobleme oft große Folgen?
Ein leichtes Ziehen beim Trinken, etwas Zahnfleischbluten oder eine raue Stelle am Zahn: Solche Veränderungen wirken zunächst oft harmlos. Manche Beschwerden verschwinden zeitweise sogar wieder. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass auch die Ursache behoben ist. Viele Erkrankungen im Mund...
Ein leichtes Ziehen beim Trinken, etwas Zahnfleischbluten oder eine raue Stelle am Zahn: Solche Veränderungen wirken zunächst oft harmlos. Manche Beschwerden verschwinden zeitweise sogar wieder. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass auch die Ursache behoben ist. Viele Erkrankungen im Mund entwickeln sich schleichend und bleiben lange unbemerkt.
Wer Veränderungen frühzeitig zahnärztlich abklären lässt, kann häufig verhindern, dass daraus Schmerzen, Entzündungen oder aufwendigere Behandlungen entstehen.
Karies kann sich unbemerkt ausbreiten
Karies beginnt oft ohne Schmerzen. Bakterien im Zahnbelag verarbeiten Zucker aus der Nahrung und bilden dabei Säuren. Diese greifen den Zahnschmelz an und entziehen ihm Mineralien. In einem sehr frühen Stadium kann die Zahnoberfläche unter Umständen noch stabilisiert werden.
Schreitet die Karies weiter fort, entsteht ein Defekt im Zahn. Erreicht dieser das weichere Dentin unter dem Zahnschmelz, kann der Zahn empfindlich auf Kaltes, Heißes oder Süßes reagieren. Gelangen Bakterien bis zum Zahnmark, umgangssprachlich häufig als Zahnnerv bezeichnet, kann sich das Gewebe im Zahninneren entzünden.
Mögliche Folgen sind stärkere Schmerzen, eine Wurzelkanalbehandlung oder im ungünstigen Fall der Verlust des Zahns.
Zahnfleischbluten ist ein Warnzeichen
Blutet das Zahnfleisch beim Putzen oder bei der Verwendung von Zahnseide, steckt häufig eine Zahnfleischentzündung dahinter. In einem frühen Stadium lässt sie sich meist gut behandeln und kann vollständig abheilen.
Bleibt die Entzündung bestehen, kann sie sich jedoch auf den Zahnhalteapparat ausweiten. Dann spricht man von einer Parodontitis. Dabei können sich das Zahnfleisch und der Kieferknochen nach und nach zurückbilden. Die Zähne verlieren an Halt, können sich verschieben oder langfristig verloren gehen.
Da eine Parodontitis anfangs häufig kaum Schmerzen verursacht, sind regelmäßige Kontrollen bei Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt besonders wichtig. Faktoren wie Rauchen, Diabetes oder eine unzureichende Mundhygiene können das Risiko und den Verlauf zusätzlich beeinflussen.
Auch kleine Schäden sollten untersucht werden
Nicht nur Karies oder Zahnfleischentzündungen können Folgen haben. Auch eine beschädigte Füllung, ein feiner Riss oder ein abgebrochenes Stück Zahn bleibt manchmal zunächst schmerzfrei.
In kleinen Spalten und an rauen Rändern können sich jedoch leichter bakterielle Beläge und Speisereste sammeln. Außerdem kann sich die Belastung beim Kauen verändern. Dadurch kann der Defekt größer werden oder ein weiterer Teil des Zahns abbrechen.
Mögliche Warnzeichen sind:
- Empfindlichkeit oder Schmerzen beim Essen und Trinken,
- wiederholtes Zahnfleischbluten,
- Schwellungen oder Druckgefühl,
- anhaltender Mundgeruch,
- raue, scharfe oder verfärbte Stellen,
- eine lockere Füllung, Krone oder Brücke,
- Schmerzen beim Zubeißen.
Frühes Handeln erhält mehr Zahnsubstanz
Ein kleiner Defekt lässt sich häufig mit vergleichsweise geringem Aufwand versorgen. Ist die Erkrankung bereits weiter fortgeschritten, können dagegen umfangreichere Maßnahmen wie eine Wurzelkanalbehandlung, eine Krone oder Zahnersatz notwendig werden.
Damit nehmen meist auch die Zahl der Behandlungstermine, der Zeitaufwand und mögliche Eigenkosten zu. Welche Behandlung erforderlich ist, hängt jedoch immer vom individuellen Befund ab.
Deshalb sollten anhaltende Beschwerden oder sichtbare Veränderungen zeitnah zahnärztlich untersucht werden. Regelmäßige Vorsorgetermine helfen außerdem dabei, Probleme zu erkennen, bevor Schmerzen entstehen. So lässt sich möglichst viel gesunde Zahnsubstanz erhalten und der Behandlungsaufwand häufig reduzieren.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

Haut & Heilen
Kleine Wunden sehen oft harmlos aus. Doch ob ein Schnitt oder eine Schürfwunde gut abheilt, entscheidet sich oft in den ersten Minuten. Was Sie selbst tun können, wann Pflaster reichen und wann lieber Arztpraxis oder Apotheke ins Spiel kommen, erfahren...
Kleine Wunden sehen oft harmlos aus. Doch ob ein Schnitt oder eine Schürfwunde gut abheilt, entscheidet sich oft in den ersten Minuten. Was Sie selbst tun können, wann Pflaster reichen und wann lieber Arztpraxis oder Apotheke ins Spiel kommen, erfahren Sie hier.
Beim Kochen geschnitten, beim Aufräumen geschrammt, das Knie aufgeschlagen: Kleine Verletzungen können Sie selbst versorgen, wenn Sie sauber arbeiten und die Warnzeichen kennen.
Erst schauen, dann handeln
Bevor Sie eine Wunde anfassen: Hände waschen. Blutet es, drücken Sie mit einer sterilen Kompresse oder einem sauberen Tuch einige Minuten auf die Stelle. Sitzen Glas, Holz oder andere Fremdkörper tief in der Wunde, bitte nicht herausziehen. Dann steril abdecken und ab zum Arzt.
Ist die Blutung gestoppt, kommt die Reinigung. Schmutzpartikel lassen sich oft mit sauberem fließendem Wasser ausspülen. Seife gehört eher auf die Haut rundherum, nicht direkt in die Wunde. Lockere Erde oder Sand dürfen Sie mit einer sauberen Pinzette entfernen.
Desinfizieren, aber gezielt
Bei Schürfwunden, Schnitten mit Schmutzkontakt oder aufgegangenen Blasen kann ein Wunddesinfektionsmittel sinnvoll sein. Fragen Sie in Ihrer Apotheke nach, was wann am besten passt. Mehl, Puder, Salbenreste oder Speichel haben auf offenen Wunden nichts verloren.
Pflaster oder Luft?
Ein Pflaster oder eine sterile Wundauflage schützt vor Reibung, Schmutz und neugierigen Fingern. Wechseln Sie Verband oder Pflaster, wenn sie feucht oder verschmutzt sind. Klebt die Auflage fest, nicht rupfen, sondern anfeuchten. Kruste oder Schorf bitte in Ruhe lassen.
Was muss zum Arzt?
Ein kleiner Schnitt mit glatten Rändern ist schnell erledigt: reinigen, eventuell desinfizieren, Pflaster drauf. Klafft der Schnitt, ist er tief, blutet stark oder sitzt er im Gesicht, an der Handfläche oder über einem Gelenk, sollte er von einer Ärztin oder einem Arzt angeschaut werden. Schürfwunden brauchen gründliches Spülen und eine nicht verklebende Auflage.
Blasen lassen Sie am besten geschlossen; die Haut darüber wirkt wie ein natürliches Pflaster. Geht eine Blase auf, behandeln Sie sie wie eine kleine Wunde. Bei Diabetes, Durchblutungsstörungen oder schlecht heilenden Wunden, Verletzungen bitte immer ärztlich abklären lassen.
Bisswunden sind besonders tückisch. Wenn Hund, Katze, Mensch oder ein unbekanntes Tier die Haut verletzt hat, sollte die Wunde sofort in ärztliche Hände. Das gilt besonders an Hand, Fuß, Gesicht oder Kopf.
Warnzeichen ernst nehmen
Sofort Hilfe holen sollten Sie, wenn die Blutung nicht stoppt, Blut stoßweise austritt, die Wunde sehr tief oder groß ist, Sie Taubheit spüren oder Finger und Zehen nicht normal bewegen können. Auch Wunden mit Erde, Eiter oder hartnäckigem Schmutz gehören ärztlich abgeklärt. Gleiches gilt bei Wärme, Schwellung, pochendem Schmerz, Fieber, roten Streifen oder üblem Geruch.
Und Tetanus?
Wundstarrkrampf-Erreger können über verunreinigte Wunden in den Körper gelangen. Erwachsene sollten ihren Schutz in der Regel alle zehn Jahre auffrischen lassen. Nach tiefen, schmutzigen Verletzungen oder Bisswunden kann das früher nötig sein. Wenn Sie Ihren Impfstatus nicht kennen, unbedingt nachfragen.
Gut gepackt
In Ihre Hausapotheke gehören sterile Kompressen, Pflaster in mehreren Größen, Verbandpäckchen, Schere, Einmalhandschuhe, Wunddesinfektionsmittel, Blasenpflaster und Pinzette. Was abgelaufen oder verklebt ist, hilft im Ernstfall nicht.
Wund-Erstversorgung
• Hände waschen.
• Blutung mit sauberem Tuch oder steriler Kompresse stoppen.
• Wunde mit sauberem Wasser spülen.
• Bei Bedarf desinfizieren und steril abdecken.
• Warnzeichen ernst nehmen: Bei zunehmendem Schmerz, Eiter, Fieber oder starker Rötung lieber zum Arzt.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Rosacea: Mehr als nur rote Flecken
Plötzlich Rötungen im Gesicht, die Haut juckt und brennt. Rosacea ist nicht nur ein optisches Problem. Zum Glück lässt sich die chronisch-entzündliche Hauterkrankung in den Griff bekommen. Was eher harmlos klingt – rosaceus (lat.) heißt übersetzt rosenfarbig – hat es...
Plötzlich Rötungen im Gesicht, die Haut juckt und brennt. Rosacea ist nicht nur ein optisches Problem. Zum Glück lässt sich die chronisch-entzündliche Hauterkrankung in den Griff bekommen.
Was eher harmlos klingt – rosaceus (lat.) heißt übersetzt rosenfarbig – hat es jedoch in sich: Wie aus heiterem Himmel flammen rote Flecken auf, die Haut beginnt zu kribbeln, sie brennt und juckt. Solch ein »Flush« kann mehrere Tage andauern. Doch damit nicht genug: Mit der Zeit bilden sich Bindegewebsknötchen und eitrige Pusteln. Betroffen sind Wangen, Nase, Stirn und Kinn, manchmal auch die Augenlider – Partien, die sich kaum verbergen lassen. Daher ist die schubweise auftretende, chronisch-entzündliche Hauterkrankung auch eine psychische Belastung. Eine Rosacea beginnt meist im vierten Lebensjahrzehnt, trifft vor allem hellhäutige Menschen und Frauen zu 60 Prozent häufiger als Männer. Leider ist sie bislang nicht heilbar, Schübe lassen sich jedoch verhindern und Symptome lindern. Dafür schauen wir uns Ursachen, Auslöser und Behandlungsoptionen an.
Ursachen auf der Spur
Die Ursachen sind noch nicht endgültig geklärt und ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren kommt infrage. Dazu gehören etwa eine familiäre Veranlagung für erweiterte Blutgefäße sowie für entzündliche Haut- und Immunreaktionen. In einigen Fällen liegt es auch an einer übermäßigen Besiedlung der Haut mit Milben. Aktuell wird ein gestörtes Darmmikrobiom als Ursache diskutiert, da es erheblichen Einfluss auf das Immunsystem hat. All diese Faktoren erhöhen die Empfindlichkeit gegenüber Reizen von außen sowie von innen.
Trigger vermeiden
Auslöser für einen Schub sind meist Hitze, Sonne, Kälte und starke Temperaturunterschiede. Bei einigen Patienten zählen scharfe Speisen, Nikotin und/oder Alkohol zu den Triggern, bei anderen spielen eher hautreizende Kosmetika oder Stress eine Rolle. Oft handelt es sich auch um eine Kombination mehrerer Auslöser. Daher sollten Betroffene auf Sonnenbäder und Saunabesuche verzichten, die Gesichtshaut vor Kälte und eisigem Wind schützen, kosmetische Experimente, Alkohol und Nikotin vermeiden und auf eine (darm-)gesunde Ernährung mit Ballaststoffen und Probiotika achten. Zusätzlich ist es wichtig, für Entspannungspausen im Alltag zu sorgen, etwa mit Yoga oder autogenem Training.
Hautpflege mit System
Grundsätzlich sollte der Hautarzt die Symptome frühzeitig abklären, denn die Hauterkrankung wird oft mit Erwachsenen-Akne oder Couperose verwechselt. Steht die Diagnose Rosacea fest, kann der Arzt entzündungshemmende Cremes oder Gele verordnen. Für die tägliche Pflege sollten Patienten grundsätzlich zu Produkten für sensible Haut greifen. Unser Tipp: In der Vor-Ort-Apotheke erhalten Sie kompetente Beratung und passende Pflegelinien, welche die Haut beruhigen, Rötungen lindern und ohne reizende Inhaltsstoffe auskommen. Ebenso gibt es hier Make-ups und Abdeckcremes, die mithilfe grüner Farbpigmente die Rötungen optisch ausgleichen und kaschieren.
In hartnäckigen Fällen reichen diese Maßnahmen oft nicht aus. Dann kann der Hautarzt eine Antibiotikatherapie mit Tabletten verordnen. Zudem lassen sich erweiterte Blutgefäße per Laser veröden und nahezu unsichtbar machen. Optisch störende Knötchen und Wucherungen können chirurgisch abgetragen werden.
Akne & Couperose
Bei geröteten Wangen kann es sich auch um eine Couperose handeln. Hier schimmern erweiterte Äderchen durch die Haut, es bilden sich aber keine Knötchen oder eitrige Pusteln. Manche Experten sehen in ihr allerdings die Vorstufe zur Rosacea. Die Pusteln werden oft mit Akne verwechselt, die noch im Erwachsenenalter auftreten kann. Daher sollte der Hautarzt die Symptome stets genau abklären!
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Die besondere Medizin – Bienengift
Heilen mit Gift? Was erst mal widersprüchlich erscheint, hat Tradition in der Schul- und Alternativmedizin. Aktuell rückt Bienengift sogar als Krebsmedikament in den Fokus. Wer schon mal eine schmerzhafte Erfahrung mit einem Bienenstich gemacht hat oder gar allergisch reagiert, mag...
Heilen mit Gift? Was erst mal widersprüchlich erscheint, hat Tradition in der Schul- und Alternativmedizin. Aktuell rückt Bienengift sogar als Krebsmedikament in den Fokus.
Wer schon mal eine schmerzhafte Erfahrung mit einem Bienenstich gemacht hat oder gar allergisch reagiert, mag – verständlicherweise – seine Zweifel an der Heilkraft des Bienengiftes haben! Tatsächlich aber ist das Gift, mit dem Arbeiterbienen ihren Stock und die Honigvorräte verteidigen, auch ein Arzneimittel. Apitoxine werden in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), in der Homöopathie, der Schulmedizin und auch in der Kosmetik eingesetzt.
Starker Bio-Cocktail
Rund 50 bioaktive Substanzen lassen sich in Bienengift nachweisen. Hauptbestandteil ist das Peptid Melittin mit seinem spannenden Wirkprofil: Einerseits löst es die typischen Reaktionen auf den Stich aus, also Schwellungen, Rötungen, Brennen und Schmerzen. Andererseits bewirkt es genau das Gegenteil, wenn es in bereits entzündetem Gewebe angewendet wird. Dann lässt es die Entzündung schneller abklingen und wirkt 100-mal stärker als Kortison. Zusätzlich fördern Enzyme im Bienengift die Durchblutung, und Botenstoffe wie Histamin, Dopamin und Noradrenalin regen den Stoffwechsel an. Ein starker Bio-Cocktail, der zur Behandlung von Rheuma, Rückenschmerzen, Verspannungen und Hauterkrankungen sowie zur Immunisierung bei einer Bienengiftallergie genutzt wird.
Die Dosis macht das Gift
Mit einem Stich spritzt eine Biene etwa 0,1 Milligramm Gift in die Haut ihres Opfers und bezahlt das meist mit ihrem Leben. Bei Allergikern kann das zu Schmerzen und Schwellungen bis zum anaphylaktischen Schock führen. Erfolgreichste Therapie ist eine Hyposensibilisierung: Mindestens drei Jahre lang wird Bienengift in geringen, langsam ansteigenden Dosen injiziert und das Immunsystem kann sich daran gewöhnen. In einigen Fällen steht sogar ein echter Bienenstich auf dem Programm, unter ärztlicher Aufsicht natürlich! In der Homöopathie werden entsprechend dem Ähnlichkeitsprinzip stark verdünnte Apitoxine verwendet, etwa als Komplexmittel gegen Ödeme, Nesselsucht und brennende Schmerzen. Die TCM setzt bei Gelenkbeschwerden und Hauterkrankungen auf Akupunktur mit 1:10.000 verdünntem Bienengift. Erwiesen ist die Wirksamkeit bei Gelenkentzündungen in der Schulter und bei Psoriasis, also Schuppenflechte.
Schmerzsalben & Api-Kosmetik
Bienengiftsalben eignen sich zur Selbstbehandlung von Rücken- und Gelenkschmerzen, Verspannungen und Sportverletzungen. Eine Auswertung mehrerer Studien zeigt, dass sie bei chronischer Arthrose mindestens genauso gut wirken wie Salben mit dem chemischen Wirkstoff Diclofenac. Allerdings sollte der Melittin-Gehalt bei rund 60 Prozent liegen! Hochwertige Salben erhalten Sie in Ihrer Vor-Ort-Apotheke. Dort gibt es auch Kosmetik mit Bienengift, das als natürliches Botox gilt, die Haut straffen und die Kollagenbildung anregen soll. Ob Api-Cremes für Sie geeignet sind? Ihr Apotheken-Team berät Sie kompetent!
Aktuelle Brustkrebs-Forschung
Der Bienengiftstoff Melittin könnte künftig sogar bei besonders aggressivem und schwer behandelbarem Brustkrebs eingesetzt werden. Eine australische Studie zeigt, dass der Giftstoff die Krebszellen nahezu vollständig ausschalten kann. Das gelang bisher zwar nur im Labor, macht aber Hoffnung, dass Patientinnen bald auch konkret davon profitieren können.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

So kommt der Sommer in Schwung
Die gute Nachricht zuerst: Bewegung braucht keine Stoppuhr. Sie zählt auch dann, wenn du keine Rekorde sammelst. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt Erwachsenen pro Woche mindestens 150 bis 300 Minuten Bewegung mit mittlerer Intensität. Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 17...
Die gute Nachricht zuerst: Bewegung braucht keine Stoppuhr. Sie zählt auch dann, wenn du keine Rekorde sammelst. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt Erwachsenen pro Woche mindestens 150 bis 300 Minuten Bewegung mit mittlerer Intensität. Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 17 Jahren sollten im Durchschnitt mindestens 60 Minuten pro Tag aktiv sein. Im Alltag darf daraus ein freundlicher Mix entstehen: eine Radtour ins Grüne, ein Spaziergang durch die Stadt, ein Besuch im Freibad. Alles addiert sich.
Die beste Aktivität ist die, auf die du morgen noch einmal Lust hast. Radfahren, Laufen und Schwimmen können Herz und Kreislauf in Schwung bringen und setzen dabei unterschiedliche Akzente. So finden alle das passende Tempo.
Rückenwind für Einsteiger
Schon der Weg zur Eisdiele fühlt sich auf dem Fahrrad ein bisschen mehr nach Ferien an. Radfahren eignet sich sehr gut für einen sanften Einstieg in mehr Bewegung: Weil der Sattel einen Teil deines Körpergewichts trägt, belastet das Radfahren deine Gelenke vergleichsweise wenig. Wenn du länger nicht aktiv warst, startest du am besten mit einer flachen, überschaubaren Runde und legst lieber eine Pause ein, als dich auf dem Rückweg zu quälen.
Druckstellen, Taubheitsgefühle oder anhaltende Schmerzen sind ein Signal für eine genauere Prüfung von Rad und Sitzposition. Ein zu tief eingestellter Sattel lässt deine Knie stark anwinkeln, ein zu hoher bringt dein Becken ins Wackeln. Lass die Sitzhöhe bei Unsicherheit im Fachhandel prüfen. Schalte rechtzeitig in einen leichteren Gang: Gleichmäßiges Treten passt besser zu einer Sommerrunde als kräftezehrendes Strampeln am Berg. Dein Helm gehört selbstverständlich dazu. Für längere Strecken kommen zusätzlich Trinkflasche, Sonnencreme und ein Reparaturset mit.
Für deine Ausdauer zählt nicht das Rennrad-Tempo. Kannst du dich noch ganz normal in ganzen Sätzen unterhalten, passt die Intensität meist gut zu einer lockeren Tour. Erst wenn dir die vertraute Runde angenehm leicht gelingt, kommen ein paar Minuten mehr Fahrzeit oder ein kleiner Anstieg dazu. Bei Vorerkrankungen kläre deinen sicheren Einstieg vorher ärztlich ab.
Kleine Schritte, große Wirkung
Laufen ist der günstigste Sport der Welt – aber du musst nicht gleich losjoggen. Auch zügiges Gehen bringt Bewegung in deinen Tag. Wenn du joggen möchtest, kombinierst du am Anfang am besten kurze Lauf- und Gehphasen.
Für deine ersten Runden genügen bequeme Kleidung, passende Laufschuhe und eine sichere Strecke. Teures Equipment ist nicht nötig. Wähle ein Tempo, bei dem du nicht schon nach wenigen Minuten nach Luft schnappst. Schmerzen, die beim Laufen stärker werden, gehören nicht zum Trainingserfolg. Wechsle ins Gehen und gib deinem Körper Zeit. Auch Ruhetage gehören dazu.
Im August solltest du deine Trainingszeiten weniger nach Ehrgeiz und mehr nach Uhrzeit planen. Das Bundesgesundheitsministerium rät, körperliche Anstrengungen an heißen Tagen zwischen 11 und 17 Uhr möglichst zu vermeiden. Laufe darum lieber früh oder abends, starte langsam und nimm ausreichend Wasser mit. Spürst du Schwäche, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Muskelkrämpfe, beende deine Runde und suche dir einen kühlen Ort. Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen oder ein sehr heißer Körper können auf einen Hitzschlag hindeuten. Rufe sofort die 112 an.
Wenn du gemeinsam mit deiner Familie aktiv bist, darf euer Trainingsprogramm ruhig unterschiedlich aussehen. Vielleicht läufst du ein bisschen, während deine Kinder dich mit ihren Fahrrädern begleiten. Vielleicht wechselt ihr zwischen Laternenpfahl-Sprints und Gehpausen. Eine Schatzsuche im Park oder ein einfacher Ball bringen oft mehr Bewegung in euren Nachmittag als jede Kilometeransage.
Fitness mit Abkühlung
Bei sehr hohen Temperaturen ist Bewegung im Wasser eine erfrischende Alternative. Beim Schwimmen trainierst du Herz und Kreislauf und schonst deine Gelenke. Zum Einstieg reichen kurze Bahnen mit Pausen. Aquafitness funktioniert auch in vollen Schwimmbecken: Gehen gegen den Wasserwiderstand, Knieheben oder Armbewegungen unter Wasser bringen selbst auf kleinem Raum Schwung in deinen Körper.
Besonders im Wasser gilt: Sicherheit geht vor Ehrgeiz. Schwimme nur dort, wo Baden erlaubt ist. Wenn du mit deiner Familie unterwegs bist, behalte deine Kinder ohne Unterbrechung im Blick. Wenn du dich erschöpft fühlst, frierst oder dir schwindelig wird, heißt es: raus aus dem Wasser.
Bleibt Feuchtigkeit länger in deinem äußeren Gehörgang, kann das eine Entzündung begünstigen. Neige daher nach dem Baden deinen Kopf zu beiden Seiten und trockne deine Ohren mit einem Handtuch. Bei Schmerzen, Juckreiz oder Ausfluss aus dem Ohr ist ärztlicher Rat gefragt.
Du musst dich nicht für eine Sportart entscheiden. Heute eine kleine Radtour, morgen ein Spaziergang mit kurzen Laufeinheiten und am Wochenende ein Besuch im Freibad: Abwechslung hält die Lust an Bewegung wach. Und genau darum geht es im Sommer – aktiv sein, ohne dass es sich nach Pflichtprogramm anfühlt.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Zahn selbst ziehen oder lieber nicht?
Ein lockerer, schmerzender oder stark beschädigter Zahn kann sehr unangenehm sein. Manchmal entsteht deshalb der Gedanke, ihn einfach selbst herauszuziehen. Davon ist jedoch dringend abzuraten. Auch ein scheinbar lockerer Zahn kann noch fest mit dem Zahnhalteapparat verbunden sein. Eine eigenständige...
Ein lockerer, schmerzender oder stark beschädigter Zahn kann sehr unangenehm sein. Manchmal entsteht deshalb der Gedanke, ihn einfach selbst herauszuziehen. Davon ist jedoch dringend abzuraten.
Auch ein scheinbar lockerer Zahn kann noch fest mit dem Zahnhalteapparat verbunden sein. Eine eigenständige Entfernung kann Verletzungen verursachen, Blutungen auslösen und bestehende Beschwerden verschlimmern.
Warum sollte man einen Zahn nicht selbst ziehen?
Das Ziehen eines Zahnes ist ein medizinischer Eingriff. In der Zahnarztpraxis wird zunächst untersucht, warum der Zahn schmerzt oder locker geworden ist. Mögliche Ursachen sind beispielsweise Karies, eine Entzündung, eine Verletzung oder eine Erkrankung des Zahnhalteapparates.
Nicht jeder auffällige Zahn muss tatsächlich entfernt werden. Je nach Befund kann er unter Umständen durch eine Füllung, eine Wurzelkanalbehandlung oder eine andere zahnerhaltende Maßnahme versorgt werden.
Wer versucht, einen Zahn selbst zu ziehen, riskiert unter anderem:
- Verletzungen des Zahnfleisches und des umliegenden Gewebes
- das Abbrechen des Zahnes oder das Zurückbleiben von Wurzelteilen
- stärkere Blutungen, Schmerzen oder eine Infektion der Wunde
In der Zahnarztpraxis erfolgt die Entfernung kontrolliert und in der Regel unter örtlicher Betäubung. Je nach Befund kann zuvor eine Röntgenaufnahme notwendig sein, um die Zahnwurzeln, den Kieferknochen und benachbarte Strukturen beurteilen zu können.
Nach dem Eingriff wird überprüft, ob der Zahn vollständig entfernt wurde. Anschließend versorgt die Zahnärztin oder der Zahnarzt die Wunde fachgerecht.
Was tun bei einem lockeren oder schmerzenden Zahn?
Versuchen Sie nicht, den Zahn mit den Fingern, einer Zange oder anderen Hilfsmitteln zu lösen. Bis zum Zahnarzttermin können Sie die betroffene Stelle möglichst schonen:
- Kauen Sie bevorzugt auf der anderen Seite.
- Reinigen Sie Ihre Zähne weiterhin vorsichtig mit einer weichen Zahnbürste.
- Vermeiden Sie es, ständig am Zahn zu wackeln oder darauf zu drücken.
Bei anhaltenden Zahnschmerzen, geschwollenem Zahnfleisch oder wiederkehrenden Beschwerden sollte zeitnah eine Zahnarztpraxis kontaktiert werden.
Was gilt bei lockeren Milchzähnen?
Ein lockerer Milchzahn ist meistens Teil des natürlichen Zahnwechsels. Auch hier sollte jedoch nicht mit Schnüren, Werkzeugen oder kräftigem Ziehen nachgeholfen werden. In der Regel löst sich der Zahn von selbst.
Treten Schmerzen, eine stärkere Blutung, eine Schwellung oder eine Verletzung auf, sollte der Zahn zahnärztlich kontrolliert werden. Das gilt auch, wenn der bleibende Zahn bereits durchbricht, während der Milchzahn noch fest sitzt.
Wann ist schnelle Hilfe erforderlich?
Bei starken Schmerzen, Fieber, Eiteraustritt oder einer zunehmenden Schwellung sollten Sie sich möglichst noch am selben Tag an eine Zahnarztpraxis oder den zahnärztlichen Notdienst wenden.
In seltenen Fällen kann sich eine Entzündung vom Zahn in den Mundboden oder Halsbereich ausbreiten. Kommt es dadurch zu Schwierigkeiten beim Atmen, Schlucken oder Sprechen, handelt es sich um einen medizinischen Notfall. Verständigen Sie in diesem Fall den Rettungsdienst unter 112.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

Das kleine 1×1 für einen gesunden Schulstart
Neue Klasse, neuer Stundenplan, vielleicht sogar eine riesige Schultüte: Der Schulstart bringt jede Menge Aufregung mit sich. Mit ein paar einfachen Vorbereitungen hilfst du deinem Kind, morgens gut in den Tag und entspannt durch die ersten Schulwochen zu kommen. Nach...
Neue Klasse, neuer Stundenplan, vielleicht sogar eine riesige Schultüte: Der Schulstart bringt jede Menge Aufregung mit sich. Mit ein paar einfachen Vorbereitungen hilfst du deinem Kind, morgens gut in den Tag und entspannt durch die ersten Schulwochen zu kommen.
Nach langen Ferien braucht der veränderte Morgenrhythmus oft ein paar Tage Anlauf. Am besten rückst du Schlafenszeit und Wecker schon vor dem ersten Schultag Schritt für Schritt in Richtung Schulalltag. Grundschulkinder brauchen meist neun bis zwölf Stunden Schlaf. Ein vertrautes Abendritual und eine bewusste Pause von Handy, Computer, TV & Co. vor dem Zubettgehen erleichtern deinem Kind den Wechsel in den Schulalltag. Trinkflasche, Turnbeutel und Federmäppchen sollten am besten schon am Vorabend bereitliegen. So bleibt am nächsten Morgen mehr Zeit für einen entspannten Start in den Tag.
Frühstück mit zweiter Runde
Nicht jedes Kind bekommt direkt nach dem Aufstehen großen Hunger. Das ist völlig in Ordnung und das Frühstück zu Hause darf ruhig kleiner ausfallen. Umso wichtiger ist eine abwechslungsreiche Brotdose für die Pause. Vollkornbrot, Obst oder Gemüse und ein Naturjoghurt liefern Energie für den Vormittag. Viele Kinder greifen besonders gern zu, wenn sie beim Packen mithelfen dürfen. Und vielleicht wandert so der selbst ausgesuchte Apfel in die Dose. Als Getränk eignet sich Wasser besonders gut. Ungesüßter Kräuter- oder Früchtetee sorgt für Abwechslung.
Der Schulweg gehört schon dazu
Der beste Schulweg ist nicht immer der kürzeste. Gehe die Strecke vor dem ersten Schultag mehrmals gemeinsam mit deinem Kind ab. Wo wird es unübersichtlich? Wo ist besondere Aufmerksamkeit gefragt? Und wenn die Entfernung passt, bringt der Weg zu Fuß gleich etwas Bewegung in den Morgen. Das macht wach und sorgt für einen aktiven Start in den Tag. Auch der Schulranzen darf vorher Probe laufen: Er sollte nicht breiter als die Schultern sein, eng am Rücken anliegen und oben etwa auf Schulterhöhe abschließen. Schwere Bücher gehören möglichst nah an den Rücken.
Ein kurzer GesundheitsCheck
Zwischen Namensetiketten und frisch gespitzten Buntstiften lohnt sich auch ein kurzer Blick in das Gelbe Heft und den Impfpass: Sind die Vorsorgeuntersuchungen erledigt? Stehen noch Impfungen an? Wenn etwas offen ist, kannst du rechtzeitig in der Kinderarztpraxis nachfragen. So kannst du dein Kind mit einem guten Gefühl in den Schulstart schicken.
Im Schulalltag helfen bekannte Gewohnheiten: Hände vor dem Essen und nach dem Toilettengang gründlich waschen, regelmäßig trinken und nachts ausreichend schlafen. Kleine Schrammen oder aufgeschlagene Knie vom Pausenhof gehören natürlich gelegentlich dazu. Pflaster und Mittel zur Wundversorgung aus der Apotheke helfen dann schnell weiter.
Und falls in den ersten Schultagen doch einmal ein Heft fehlt oder die Brotdose fast unberührt wieder nach Hause kommt? Kein Grund zur Sorge. Auch das kleine 1×1 für den gesunden Schulstart muss nicht gleich in der ersten Woche eine glatte Eins schreiben.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Hörvermögen: Wie bitte?
Schlechtes Hören schränkt den Alltag ein, es macht sogar einsam und gefährdet die geistige Gesundheit. Daher: Lauscher auf! Mit unseren Tipps sind Sie auch im Alter ganz Ohr. Leise Gespräche und hohe Töne bekommen Sie kaum noch mit? Außerdem nerven...
Schlechtes Hören schränkt den Alltag ein, es macht sogar einsam und gefährdet die geistige Gesundheit. Daher: Lauscher auf! Mit unseren Tipps sind Sie auch im Alter ganz Ohr.
Leise Gespräche und hohe Töne bekommen Sie kaum noch mit? Außerdem nerven Alltagsgeräusche, es piepst im Ohr oder die Welt klingt wie in Watte gepackt … Hörprobleme äußern sich sehr unterschiedlich und haben verschiedene Ursachen. In jedem Fall aber sollten sie HNO-ärztlich abgeklärt werden, denn gutes Hören bedeutet nicht nur Lebensqualität und soziale Teilhabe – es schützt auch erwiesenermaßen vor Demenz. Doch wie kommt es überhaupt zu einer Hörverschlechterung und was ist dann zu tun?
Eine Frage der Jahre
Das Telefon oder die Türklingel »überhören« Sie schon mal, Radio und TV laufen auf voller Lautstärke, in Gesprächen fragen Sie häufiger nach – das sind typische Hinweise auf eine Altersschwerhörigkeit, Presbyakusis genannt. Mit den Jahren verschleißen die Haarzellen im Innenohr, die den Schall in Nervenimpulse umwandeln und über den Hörnerv ins Gehirn leiten. Dort werden die Impulse als Ton ausgewertet. Altersschwerhörigkeit beginnt mit 50 plus und spätestens dann ist die Zeit für einen Hörtest und eine Untersuchung beim HNO-Arzt gekommen.
Vorsicht, Lärm!
Hohe Geräuschpegel am Arbeitsplatz, Straßenverkehr, Baustelle vor der Haustür, laute Musik – Lärm kann ebenfalls die Haarzellen im Innenohr und damit das Hörvermögen schädigen. Ab 85 Dezibel Dauerbeschallung wird es kritisch, so hohe Lautstärke kann an einer stark befahrenen Hauptverkehrsstraße schnell erreicht sein. Ein Gehörschutz aus der Apotheke leistet in lauter Umgebung gute Dienste, erst recht bei einem Konzert oder Feuerwerk. Während sich Lärmschwerhörigkeit allmählich entwickelt, kann ein Knalltrauma, etwa durch eine Explosion, zu sofortiger Hörminderung oder Taubheit führen. Das ist ein Notfall, der umgehend behandelt werden sollte, damit keine bleibenden Schäden entstehen.
Zu viel um die Ohren
Ständiges Piepsen, Pfeifen oder Summen im Ohr, ein Tinnitus kann die Hörleistung beeinträchtigen. Manchmal tritt er infolge eines Hörsturzes auf, bei dem plötzlich alles gedämpft klingt oder verstummt. Oft aber entwickelt sich ein Tinnitus unabhängig – etwa in Verbindung mit einer Durchblutungsstörung im Innenohr, verursacht oder verstärkt durch Stress. Hörsturz und Tinnitus müssen Sie umgehend behandeln lassen! Für die medikamentöse Tinnitus-Therapie kommen unter anderem Ginkgo-Präparate zum Einsatz, die die Durchblutung verbessern sollen. Langfristig hilft es oft, das Leben etwas ruhiger angehen zu lassen – den Ohren und ihrem allgemeinen Wohlbefinden zuliebe.
Hören & Hirn
Laut Studien ist Demenz zu 32 Prozent auf eine Hörminderung zurückzuführen. Schlechte Ohren zählen somit zu den Hauptrisikofaktoren für Demenz. Woran liegt das? Forscher vermuten, dass der Hörverlust über die Jahre viel Hirnleistung fordert. Geräusche wandelt unser Oberstübchen dann nicht mehr in wichtige Informationen um. Neuronen funken weniger, verdrahten sich nicht mehr neu. Außerdem nehmen wir seltener am gesellschaftlichen Miteinander teil, wenn wir Gesprächen – hörbedingt – kaum noch folgen können. Rückzug ist die Folge, Isolation und Einsamkeit kommen hinzu. Der geistige Input fehlt.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Coole Drinks für heiße Tage
Klettern die Temperaturen nach oben, meldet sich der Durst schneller als sonst. Kein Wunder: Unser Körper verliert bei Hitze durchs Schwitzen laufend Flüssigkeit. Schon ein kleines Minus im Wasserhaushalt macht sich bemerkbar mit Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Kreislaufproblemen. Zudem weisen Urologen...
Klettern die Temperaturen nach oben, meldet sich der Durst schneller als sonst. Kein Wunder: Unser Körper verliert bei Hitze durchs Schwitzen laufend Flüssigkeit. Schon ein kleines Minus im Wasserhaushalt macht sich bemerkbar mit Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Kreislaufproblemen.
Zudem weisen Urologen darauf hin, dass Flüssigkeitsmangel im Sommer das Risiko für schmerzhafte Nierensteine und Harnwegsinfekte deutlich erhöht. Deshalb tut regelmäßiges Trinken jetzt besonders gut. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen rund 1,5 Liter Getränke pro Tag. An heißen Tagen darf’s gern etwas mehr sein. Eine einfache Sommerregel: lieber über den Tag verteilt trinken statt erst dann, wenn der große Durst kommt.
Wasser marsch!
Wasser bleibt der beste Durstlöscher – schlicht, günstig und überall verfügbar. Dabei muss es nicht immer Mineralwasser sein. Leitungswasser zählt in Deutschland zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln überhaupt und eignet sich hervorragend zum Trinken. Mineralwasser kann je nach Sorte zusätzlich Calcium oder Magnesium liefern, automatisch »gesünder« ist es deshalb aber nicht.
Auch ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees machen sich prima im Sommerglas. Pfefferminze schmeckt herrlich frisch, Kamille gilt als magenfreundlich und Salbei kennt man traditionell bei starkem Schwitzen. Wichtig ist: Kräutertees immer mit sprudelnd kochendem Wasser aufgießen.
Cool down!
Kalte Getränke können an heißen Tagen angenehm erfrischen und bei Hitze guttun. Manche Menschen reagieren auf eiskalte Schlucke allerdings empfindlich und bekommen Bauchgrummeln oder Krämpfe. Oft ist angenehm kühl deshalb die bessere Wahl als arktisch kalt. Und heißer Tee bei Sommerhitze? Der kann theoretisch helfen, wenn der Schweiß auf der Haut gut verdunstet – etwa bei trockener Luft und luftiger Kleidung. Bei schwüler Hitze, engem Stoff oder starkem Schwitzen ohne Verdunstung klappt dieser Effekt nicht zuverlässig. Dann wärmt der Tee eher zusätzlich von innen.
Kein Zaubertrank
Zitronenscheiben, Gurkenstreifen und Minzblätter im Wasserglas sehen hübsch aus und helfen vielen Menschen tatsächlich dabei, mehr zu trinken. Einen geheimen Detox-Effekt liefert Infused Water allerdings nicht. Ähnlich sieht’s bei Smoothies aus: Sie enthalten zwar Vitamine, bringen oft aber auch überraschend viel Zucker und Kalorien mit. Als täglicher Durstlöscher eignen sie sich daher eher nicht.
Drinks mit Stolperfallen
Limo, süßer Eistee oder Energy Drinks wirken im ersten Moment erfrischend, enthalten jedoch ebenfalls oft reichlich Zucker. Besonders heikel wird’s bei Alkohol in der Sonne: Die Blutgefäße erweitern sich, der Kreislauf sackt schneller ab und Schwindel meldet sich meist überraschend. Beim Baden steigt zusätzlich das Unfallrisiko.
Der Morgenkaffee darf dagegen für viele bleiben. In normalen Mengen wirkt Kaffee im Alltag nicht automatisch entwässernd. Vorsicht gilt eher bei hoch koffeinhaltigen Energy Drinks – besonders zusammen mit Sport und Sommerhitze.
Wenn der Körper SOS funkt
Starker Schwindel, Verwirrtheit, Kreislaufkollaps oder kaum noch Wasserlassen sind Warnzeichen, die ärztlich abgeklärt werden sollten. Und noch etwas ist wichtig: Nicht jeder Mensch sollte bei Hitze einfach unbegrenzt trinken. Wer schwere Herz- oder Nierenerkrankungen hat, braucht oft ganz individuelle Vorgaben.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

LED Masken: Anti-Aging mit Farblicht
Futuristisch, fast ein wenig spooky wirken diese neuartigen Gesichtsmasken aus Silikon und mit integrierten LED-Lämpchen. Sie leuchten in verschiedenen Farben und sollen die Haut zum jugendlichen Strahlen bringen. Heimische Hautpflege mit Hightech – ein neuer Beauty-Trend? Einfach Maske aufsetzen, per...
Futuristisch, fast ein wenig spooky wirken diese neuartigen Gesichtsmasken aus Silikon und mit integrierten LED-Lämpchen. Sie leuchten in verschiedenen Farben und sollen die Haut zum jugendlichen Strahlen bringen. Heimische Hautpflege mit Hightech – ein neuer Beauty-Trend?
Einfach Maske aufsetzen, per Fernbedienung eine Farbe wählen, zurücklehnen und einige Minuten zu Hause auf dem Sofa entspannen. Danach soll die Gesichtshaut erfrischt aussehen, Falten sollen geglättet und Pickel verschwunden sein. Smarte Beauty-Technik begeistert in den sozialen Medien, sogenannte Skinfluencer hypen diese LED-Masken, die ohne viele Cremes und Salben auskommen. Daher begeistern sich vor allem „pflegemuffelige“ Männer dafür. Was aber können die Masken genau und wo ist Vorsicht angesagt?
Wirkung geht unter die Haut
Anders als eine Creme dringt LED-Licht in tiefer liegende Hautschichten ein. Das ist bei der meist etwas dickeren Männerhaut, in der kosmetische Wirkstoffe schlechter ans Ziel gelangen, von Vorteil. Das Licht regt die Zellregeneration an und kann das Hautbild verbessern. Je nach Farbe und Wellenlänge entfaltet es seine Wirkung: Rot fördert die Durchblutung und mobilisiert die Kollagenbildung, kann Fältchen glätten und den Teint straffen. Blaues Licht wirkt antibakteriell, kann gegen Unreinheiten, Rasierpickelchen und Akne helfen. Leuchten die LEDs grün, soll dies die Haut beruhigen und den Teint frischer wirken lassen, gelbes Licht kann zudem Altersflecken, eine Hyperpigmentierung, mildern. Infrarot-Licht wiederum erwärmt die Haut, hemmt Entzündungen und fördert die Regeneration. Mehrere kleine Studien belegen diese Wirkungen, Langzeitstudien stehen bei einer so neuen Technologie noch aus. Übrigens: Ganz ohne Creme funktioniert auch diese Behandlung nicht und nach einer „Sitzung“ sollten Sie immer eine feuchtigkeitsspendende Pflege auftragen.
Schattenseiten der Lichttherapie
Auch wenn die LEDs gesundheitlich verträgliche Wellenlängen nutzen, sollte das Licht nicht direkt in die Augen strahlen. Viele Anbieter liefern daher ein Augenpad mit. Wichtig: Auch mit Schutz nie direkt in die LEDs schauen! Zudem sollte die Anwendung nicht länger als 20 Minuten dauern, zwei- bis dreimal pro Woche maximal. Bei Allergien, Hauterkrankungen wie Rosacea und Ekzemen sowie bei sehr empfindlicher Haut unbedingt erst den Rat eines Dermatologen einholen. Wer eine Augenerkrankung, zum Beispiel altersbedingte Makuladegeneration, Glaukom oder Retinopathie hat, sollte LED-Masken nicht anwenden. Sprechen Sie auch zuerst mit Ihrem Arzt, wenn Sie unter Epilepsie, lichtbedingter Migräne oder Depressionen leiden. Ein No-Go sind die Masken auf verletzter, verbrannter oder wunder Gesichtshaut. Auch nach einer Gesichtsbehandlung, etwa mit Laser oder einem chemischen Peeling, muss sich die Haut erst erholen, ehe sie wieder bereit für eine LED-Therapie ist.
Sicher kaufen und anwenden
LED-Masken werden mit verschiedenen Licht-Kombinationen angeboten und hauptsächlich übers Internet vertrieben. Erhältlich sind sie jedoch auch in Ihrer Vor-Ort-Apotheke – meist auf Bestellung. Der große Vorteil: Hier erhalten Sie kompetente Beratung und Anwendungs-Tipps. Außerdem kann das Apothekenteam mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten prüfen – denn wer Präparate nimmt, die die Haut lichtempfindlich machen, muss LED-Masken (leider) meiden.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Blick in den Mund: Was Zahnärzte sofort erkennen
Für Patientinnen und Patienten wirkt ein Kontrolltermin oft unspektakulär: Mund öffnen, kurz untersuchen lassen, fertig. Für Zahnärztinnen und Zahnärzte beginnt in diesem Moment jedoch eine genaue Beobachtung. Schon bei der ersten Untersuchung zeigen sich viele Hinweise auf Zahngesundheit, Pflegegewohnheiten, Belastungen...
Für Patientinnen und Patienten wirkt ein Kontrolltermin oft unspektakulär: Mund öffnen, kurz untersuchen lassen, fertig. Für Zahnärztinnen und Zahnärzte beginnt in diesem Moment jedoch eine genaue Beobachtung. Schon bei der ersten Untersuchung zeigen sich viele Hinweise auf Zahngesundheit, Pflegegewohnheiten, Belastungen und mögliche Veränderungen.
Dabei geht es nicht darum, jemanden zu bewerten. Die Untersuchung hilft, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und passende Empfehlungen zu geben.
Beläge und Zahnstein: Hinweise auf schwer erreichbare Stellen
Zahnbeläge entstehen täglich. Werden sie nicht gründlich entfernt, können sie sich verhärten und zu Zahnstein werden. Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt erkennt schnell, an welchen Stellen die Reinigung besonders schwierig ist.
Häufig betroffen sind:
- die Innenseiten der unteren Schneidezähne,
- die Zahnzwischenräume,
- der Übergang zwischen Zahn und Zahnfleisch,
- Bereiche um Kronen, Brücken oder feste Zahnspangen.
Beläge bedeuten nicht automatisch schlechte Pflege. Manchmal sind enge Zahnstellungen, schwer zugängliche Bereiche oder eine ungeeignete Putztechnik die Ursache.
Zahnfleisch: Ein wichtiges Frühwarnsystem
Gesundes Zahnfleisch ist meist blassrosa, liegt eng am Zahn an und blutet nicht. Rötungen, Schwellungen oder Blutungen können auf eine Entzündung hinweisen. Diese verursacht anfangs oft kaum Schmerzen.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer einfachen Zahnfleischentzündung und einer Parodontitis. Dabei ist auch der Zahnhalteapparat betroffen: das Gewebe, das den Zahn im Kiefer hält. Unbehandelt kann eine Parodontitis langfristig zu Zahnlockerungen führen.
Abrieb, Risse und empfindliche Zähne
Abgenutzte Kauflächen, kleine Risse im Zahnschmelz oder abgeschliffene Schneidekanten können Hinweise auf Pressen oder Knirschen sein. Viele Menschen bemerken das selbst nicht, weil es häufig nachts passiert.
Mögliche Anzeichen sind:
- empfindliche Zähne,
- verspannte Kaumuskeln,
- Kopfschmerzen am Morgen,
- kleine Abplatzungen an Zähnen oder Füllungen.
Solche Spuren helfen, Überlastungen früh zu erkennen und Zähne gezielt zu schützen.
Schleimhäute, Zunge und Mundgeruch
Auch Wangeninnenseiten, Gaumen, Lippen, Zunge und Mundboden werden untersucht. Veränderungen der Schleimhaut können durch kleine Verletzungen, Reizungen, Medikamente oder Druckstellen entstehen. In den meisten Fällen sind solche Auffälligkeiten harmlos. Bestehen sie jedoch länger oder verändern sie sich, sollten sie kontrolliert werden.
Mundgeruch ist ebenfalls ein wichtiger Hinweis und kein Tabuthema. Häufige Ursachen liegen direkt im Mund: Beläge auf der Zunge, Zahnfleischentzündungen, Karies, tiefe Zahnfleischtaschen oder Mundtrockenheit.
Biss und Zahnstellung: Alles hängt zusammen
Zähne funktionieren als System. Deshalb achtet Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt auch darauf, wie Ober- und Unterkiefer aufeinandertreffen. Ein ungünstiger Biss kann einzelne Zähne überlasten, Füllungen stärker beanspruchen oder Beschwerden im Kiefergelenk begünstigen.
Auch Veränderungen der Zahnstellung, neue Lücken oder wandernde Zähne können wichtige Hinweise geben.
Warum regelmäßige Kontrollen so wertvoll sind
Der erste Blick in den Mund ist mehr als eine kurze Kontrolle. Zähne, Zahnfleisch, Schleimhäute, Biss und Pflegezustand liefern viele Hinweise. Die genaue Diagnose entsteht durch die vollständige Untersuchung und, wenn nötig, durch weitere Tests oder Röntgenbilder.
Je früher Veränderungen erkannt werden, desto schonender können sie meist behandelt werden. Regelmäßige Kontrolltermine helfen deshalb, die Mundgesundheit langfristig zu erhalten.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de